Donnerstag, 08 Dezember 2016 17:08

Noch zwei Wochen - dann werden die Tage wieder länger...

Ein paar Tage müssen wir uns noch gedulden, bist die Tage im Rheinland wieder länger werden. Bei unseren Freunden in der Provence war heute um 8.05 Uhr erst Sonnenaufgang - und um 17.02 Uhr ist die wärmende Sonne dort schon verschwunden. Die Temperaturen sind in Saint Julien de Peyrolas  sogar mehrere Stunden im einstelligen Bereich gewesen. Da braucht man wirklich nicht neidisch werden. Aber im Sommer...

Ja, der provencalische Sommer ist einfach traumhaft. Mal haben wir Temperaturen von 42 Grad im Schatten, mal kühlt uns der Mistral auf 25 Grad herab, mal donnert ein Wärmegewitter über uns hinweg - aber immer haben wir den betörenden und intensiven Duft von den vielen Kräutern in der Nase, die fast überall aus dem Boden schießen. Die mitfahrenden Teilnehmer bekommen diese Aromatherapie völlig gratis. Nach den spannenden Treckingtouren durch die Wildnis oder den anstrengenden aber spaßigen Kanufahrten auf der Ardèche muss man sich kein Lavendelkissen unter die Nase legen um besser in das Reich der Träume zu gelangen.

Wir sind in den letzten Tagen mehrmals angesprochen worden, warum denn der Blog nicht öfter mit Neuigkeiten gefüllt wird. Wir würden ja gerne jeden Tag eine Viertelstunde lang viele Buchstaben in den Blog werfen, aber manchmal gibt es einfach keine Neuigkeiten. Wenn es dann doch mal etwas Neues gibt, muss man natürlich auch abwägen, ob die Leserschaft dies auch interessiert. Vor ungefähr zwei Wochen ist nach heftigen Regenfällen in den Cevennen die Ardèche innerhalb ganz weniger Stunden um sieben Meter gestiegen. Die Uferstraße mit Hotel, Kneipen, Cafés und Geschäften ist abgesoffen. Diesmal war das Wasser so hoch, dass in den darüberliegenden Wohnungen sogar dicke Fische gesichtet wurden. Weil Wasser unheimlich schlau ist, hat es sich aus den Wohnungen wieder verdrückt und fließt jetzt wieder langsam Richtung Rhone. Bei solchen Sachen überlegen wir, ob es nicht besser wäre, einfach die Klappe zu halten, weil ja doch Eltern sagen könnten: Nä, dat is vill zu jefährlich, da jehste nit hin. Du machst Urlaub bei Omma un Oppa anne Aggertalsperre...

Unser Abenteuerurlaub ist ein echter Abenteuerurlaub und darum auch gefährlich. Aber unsere erfahrenen Leiter kennen die Gefahren. Die Teilnehmer werden vor jeder Gefahrenstelle gewarnt und darauf aufmerksam gemacht, wie die Gefahr minimiert wird. Ohne ein paar Schrammen wird sicherlich kein Kind nach Hause kommen. Wenn jetzt aber mal tatsächlich ein Kind mit dem Ohr an dem spitzen Ende einer Stalagtite hängen bleiben sollte, dann sind die Leiter selbstverständlich in der Lage, die geeigneten Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Im Lager selbst haben wir sehr gut ausgebildete Menschen, die die Entscheidung treffen können, ob das Kind einem Arzt vorgestellt werden muss. Wenn dann der Onkel Doktor, in Frankreich nennen die Kinder den Arzt liebevoll Bobologe, aufgesucht werden muss, um das blutende Ohrläppchen wieder zusammenzutackern, ist das auch kein Problem. Dreihundert Meter Luftlinie von unserem Zeltplatz hat der gute Mensch seine Praxis.

Passieren kann überall etwas. Aber damit ihr Kind in dreißig oder vierzig Jahren am Glühweinstand in der Vorweihnachtszeit mit alten Freundinnen und Freunden lustige Geschichten aus dem Ferienlager aufwärmen kann, muss es erstmal mitfahren. Darum: ANMELDEN!

Freitags haben wir wie immer ab 18.00 Uhr für sie geöffnet. Alle Kinder, die sich in der Nikolauswoche anmelden, erhalten am Freitag einen dicken Schokoladennikolaus. Leiter und Helfer, die sich ebenfalls freitags anmelden können, dürfen einen ganz heißen Holunderpunsch trinken. Der Holunder dafür wurde in der diesjährigen zweiten Hälfte von unseren Betreuern in der Provence selbst geerntet. Na dann - bis morgen...

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Dezember 2016 20:19
   
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