Samstag, 11 Februar 2017 08:13

Winter in Leverkusen, Frühling in der Provence

Das ist wieder so ein Tag, wo man sich nach dem heißen Sommer in der Provence sehnt. Während in Leverkusen einige Zentimeter Neuschnee gefallen sind, klettern die Temperaturen in der sonnenverwöhnten Provence schon auf bis zu 16 Grad Celsius. Der Frühling in der Provence fängt in der Regel mit viel Regen an - aber dann kommen die langen trockenen und warmen Monate. Manchmal ist sogar der November in Südfrankreich noch so schön, dass man alle Mahlzeiten im Freien einnehmen kann. Ein großes Stück Schweinebraten mit Rotkohl und Knödel an einem lauen Herbstabend mit der untergehenden Sonnen zu verspeisen gefällt mir besonders gut...

Unsere Zeltlagerteilnehmer werden auch nicht immer in unserem großen Gemeinschaftszelt speisen. Bei der Zwei-Tages-Treckingtour durch den Buschwald der Provence und die Schlucht der Ardèche wird in der Wildnis gegessen. Vor dieser Tour finden sich die Trecking-Gruppen in der großen Zeltlagerküche ein und belegen phantasievoll große Pizzaböden mit Schinken, Salami, Ananas, Paprika, Pilzen, Thunfisch, Mais, Tomaten und Käse. Dann werden die schmackhaften Kunstwerke in den Backofen geschoben - und die Wanderer schieben ab in die Wildnis. Während die Kinder voll ausgerüstet ihrem großen Abenteuer auf der Spur sind, werden die Pizzen fertig gebacken und in große, transportable Warmhaltebehälter gepackt und in unseren alten Allrad-VW-Bus verladen. In dem Fahrzeug befinden sich auch die Schlafsäcke und andere wichtige Sachen, die die Teilnehmer während der Nacht in der Garrigue benötigen. Auf jeglichen Luxus wird verzichtet, damit das Abenteuer in seiner Reinstform erlebt werden kann. Nach einem beschwerlichen Weg erreichen die Gruppen kurz vor der Abenddämmerung ihren Biwakplatz. Der Transporter mit den Sachen wartet dann schon dort, wird entladen und dann beginnt die Herrichtung des Nachtlagers. Jetzt kommt der ersehnte Augenblick. Die Pizzakisten werden ausgepackt. Wie ausgehungerte Wölfe reißen sich die Kinder die Pizzastücke aus den Platten und verschlingen diese mit hochroten Köpfen und großen Augen. Das ist ein Augenblick, wo wieder ein wenig Ruhe in das Rudel einkehrt. In der freien Natur schmeckt es wirklich besonders gut - und mag das Salamibrötchen schon vierzehn Stunden alt sein. Satt kriechen die Kinder in ihre Schlafsäcke...

Nach dem frühen Erwachen werden zügig die Sachen zusammengepackt, nur die allernotwendigste Morgentoilette erledigt, gut gefrühstückt und Proviant für den schönen, zweiten Teil der Treckingtour aufgenommen. Der Allrad bringt die Sachen wieder ins Zeltlager und die Kinder steigen hinab in die Schlucht. Wenn die Teilnehmer dieser Tour abends im Camp einlaufen, sind sie wieder hungrig. Genau so wie ich jetzt auch. Das zweite Frühstück wartet!

Letzte Änderung am Samstag, 11 Februar 2017 09:05
   
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