Sonntag, 03 September 2017 16:33

Vielen Dank an alle Spender

Heute an diesem sonnigen Sonntag ist es Zeit, Danke zu sagen. Durch unsere Bitte um Unterstützung sind bisher fast 4000 Euro zusammengekommen. Die Leverkusener SPD, Radio Leverkusen, der Leverkusener Stadtanzeiger sowie die Rheinische Post und andere Organisationen und Institutionen haben ordentlich dazu beigetragen. Merci...

In zehn Tagen ist es soweit, dann wird in der Nimes, der Hauptstadt des Departements Gard, die Klage gegen uns verhandelt. Wir sind schon nicht mehr so pessimistisch wie noch vor zwei Monaten. Mit dazu beigetragen hat jetzt auch der Bief der Behörde, dass unser Jugendlager so organisiert ist, wie es auch sein soll. Es gab nicht die kleinste Beanstandung.

Egal wo man sich aufhält - überall werden wir auf die Klage angesprochen. Heute hatte ich ein Ligaspiel in Meckenheim. Ich spiele in der Bouleliga Rheinland in der Kreisklasse und komme dadurch viel rum. Weil man unter Boulespielern natürlich viel über das Bouleland Frankreich spricht und bekannt ist, das ich Mitorganisator von Ferienfreizeiten bin, waren auch Kinder von Boulespielern aus der Kreisliga mit uns in den Ferien. Da sich schlechte Nachrichten schnell verbreiten, waren viele Spielerinnen und Spieler schon bestens über unser Problem informiert. Die Welt ist verdammt klein. Weil ich den Kopf zurzeit nicht frei habe, gingen wir heute sang- und klanglos unter. 

Nächste Woche Sonntag werde ich dann in den sonnigen Süden fahren und hoffentlich mit besserer Laune wieder zurückkehren. Wie schon geschrieben, wird mit der Verkündung des Urteils erst in der zweiten Oktoberwoche gerechnet. Je nachdem ob die unterlegene Partei Widerspruch einlegt, kann sich die Angelegenheit noch viele Wochen hinziehen. Ursprünglich hatten wir vor, die Anmeldungen für das Zeltlager 2018 ab dem 3. November auszugeben. Daraus wird erstmal nichts. Wir müssen zwingend Gewissheit haben, wie es weitergeht. Dies ist natürlich für alle Beteiligten völlig unbefriedigend. Die Eltern der Teilnehmer müssen in der Regel am Jahresende ihren Urlaub planen und wir können gar nicht früh genug damit anfangen, unser Team zusammenzustellen.

Grundsätzlich werden Neuigkeiten hier zeitnah in den Blog gestellt. Die Teilnehmer, die sich in diesem Jahr gut benommen haben und Spaß an der Ferienfreizeit hatten, sollen natürlich wieder mit uns fahren. Das heißt aber auch, dass wir auf die Jungs und Mädels, die sich nicht an das Lagerreglement gehalten haben, die keine Lust auf Touren hatten und die nur rumnörgelten, keine Lust haben. Diesen Kindern können wir nur sagen, dass sie ihren Eltern in den Sommerferien auf den Keks gehen sollen. Auch Kinder, die psychische Störungen haben oder traumatisiert sind, bleiben uns besser fern. Unsere Betreuer sind in der Regel keine Pädagogen. Wenn wir "schwierige" Kinder in den Gruppen haben, vermiesen wir den anderen Teilnehmern und auch dem Leiter den Urlaub. Das darf nicht sein. Erstmal müssen wir aber die Gewissheit haben, dass es weitergeht...

Die Fundsachen sowie die Pakete und Briefe werden nur langsam weniger. Wir können das zeitlich gar nicht leisten, die Menschen anzurufen, die ihre Sachen gekennzeichnet haben. Sogar vollgepackte Reisetaschen mit Namensschildchen fristen jetzt ihr Dasein in unserer dunklen Garage. Ich merke schon, dass ich mich aufrege, darum fahre ich mich und den Computer jetzt runter. Den nächsten Blog schreibe ich wieder etwas langsamer, da es ein paar Menschen gibt, die nicht so schnell lesen können...   

 

Letzte Änderung am Sonntag, 03 September 2017 17:35
   
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