Samstag, 04 November 2017 18:38

Das zermürbende Warten

Der Tag der Entscheidung rückt näher. Stunde um Stunde steigt die Spannung. Am 15. November soll das Urteil verkündet werden. Eine Prognose können wir nicht abgeben. Unsere Anwältin hält sich auch bedeckt.

Während wir hier im tristen und herbstlichen Deutschland auf eine positive Nachricht aus Frankreich warten, hoffen die Provencalen auf Regen. Die langanhaltende Trockenheit dauert nun schon seit über vier Monaten an. Die Alarmstufe 2 wurde schon vor Wochen ausgerufen. Kurz vor der Olivenernte hängen viele schon eingetrocknete Früchte an den Bäumen. Der Ardeche-Marathon, das jährlich stattfindende Großereignis im November, welches an diesem Wochenende geplant war, wurde aufgrund des zu niedrigen Wasserstands der Ardeche abgesagt. Bei diesem Marathon wird nicht gelaufen, sondern man sitzt im Kanu.

Die Wetterfrösche haben aber ausgerechnet für die kommende Nacht heftige Unwetter in den Cevennen vorausgesagt. Bis zu 220 mm Niederschlag werden regional erwartet. Das sind 220 Liter pro Quadrarmeter. Das entspricht genau der Hälfte des bisher in diesem Jahr gefallenen Regens. Auf meinem anderen Rechner sehe ich gerade, dass die Gewitter den Raum um Nimes erreicht haben und weiter Richtung Nordost ziehen. Vielleicht kommt an der Ardeche auch was runter...

Auf unserem Platz ist alles in bester Ordnung. Der Baumschubser mit Hendrik und Max waren die letzten Tage vor Ort. Auf dem Fußballplatz ist kein einziger Grashalm zu sehen - und wo sonst noch vor Wochen ein wenig grünes Gras zu sehen war, ist nun alles braun und verdörrt. Wenn aber der erwartete Regen kommt, wird die Natur auch wieder explodieren. Nicht selten klettert das Thermometer in den Herbst- und Wintermonaten noch auf über zwanzig Grad Celsius.

In Vallon Pont d‘Arc, wo wir die Boote für die große Kanutour ins Wasser lassen, ist gestern das Fußballstadion von Wildschweinen besucht worden. Fußballspielen ist nun nicht mehr möglich. Die Erneuerung der Rasenfläche wird teuer und zeitintensiv. Wir haben auf unserem Platz keine neuen Schäden durch die Schweine. Die Baumschubsertruppe hat allerdings unter der Hängebrücke von St. Martin d‘Ardeche bei einem Angelausflug Kontakt mit einer großen Rotte Schweinen gehabt. Die Biester haben den Jungs die Fische verjagt...

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern einen guten Start nach den Herbstferien. Wie es mit uns weitergeht kann man bald hier im Blog nachlesen.

 

   
© Jugendförderung St.Antonius Leverkusen e.V .