Mittwoch, 28 März 2018 22:20

Dicke Luft ...

 ... über unserem Gelände in Saint Julien de Peyrolas Am Dienstag um acht Uhr bebte die Erde auf unserem Zeltplatz. Ein schwerer LKW mit einem großen Tank, viel Technik und Schläuchen rollte langsam über unser Gelände. Am Sanitärgebäude mit der darunterliegenden Sickergrube blieb er stehen. Das war das bestellte Reinigungsunternehmen, welches unsere Grube für die Tüv-Prüfung vorbereiten sollte.

Nachdem alle Schläuche gelegt waren, ratterten die Pumpen los. Ein übler Geruch verbreitete sich. Es roch ungefähr so, als wäre die Luft in alten Mülltonnen angeliefert worden.

Gegen Mittag war der Spuk vorbei, die Grube sauber und wir eintausendsechshundert Euro ärmer. Da wir uns an alle Auflagen der Behörden halten, müssen wir oft viel Geld anfassen. Unser Trinkwasser mussten wir in einem Labor analysieren lassen, die Gemeinde wollte ein Termitengutachten und die vielen amtlichen und beglaubigten Übersetzungen für das Ministerium für Jugend und Sport sind auch nicht umsonst.

Die Arbeiten laufen gut. Die Männer und Frauen sind fleißig und fallen oft kurz nach dem Abendessen müde ins Bett. An Ingos fünfundfünfzigstem Geburtstag, das war am Montag, haben wir etwas länger zusammengesessen. Um einundzwanzig Uhr war aber außer Schnarchgeräuschen nichts mehr zu hören.

Die Truppe hat am Montag Verstärkung bekommen. Rolf, ein Kölner Rentner mit hervorragenden IT-Kenntnissen und zwei gesunden Armen, packt kräftig mit an. Rolf ist seit Monaten unterwegs und macht zurzeit nach einem Spanientrip Pause in Saint Julien de Peyrolas.

Während ich hier hocke und die Buchstaben in die Tastatur des Rechners haue, rattern die Rasenmäher, Kettensägen, Heckenscheren und der große Traktor weiter, so dass man die vorbeifahrenden Autos auf der am Zeltplatz vorbeiführenden Straße nicht mehr hören kann.

Etliche Kubikmeter Grünschnitt wurden schon zum Entsorgungszentrum gebracht. Der Baumschubser Marcus leistet mit seinen Mannen wieder ganze Arbeit.

 

Damit wir nicht vom Fleisch fallen, werden wir gut versorgt. Heute gab es Jägerschnitzel mit Kapü, Erbsen und Möhren. Hinterher konnten wir uns noch an frisch gebackenem Kuchen erfreuen.

Nachdem es gestern wieder ein wenig Niederschlag gab, scheint sich heute das Wetter zu halten. Hoffentlich...

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 März 2018 22:37
   
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