Die Höhlentour

Wie schon vor über hundert Jahren der berühmte Höhlenforscher Édouard-Alfred Martel – und später auch Jacques-Yves Cousteau – begeben wir uns in die dunklen Grotten und Schächte des Ardèchetals.

Es ist ein Abenteuer, das Respekt verlangt – und die richtige Ausrüstung. Festes Schuhwerk und eine zuverlässige Taschenlampe sind unerlässlich. Wer leicht friert, sollte zusätzlich einen dünnen Pullover oder eine leichte Jacke mitnehmen. In den Höhlen, die wir erkunden, herrschen ganzjährig konstante Temperaturen von etwa 14 °C – unabhängig davon, ob draußen sommerliche Hitze oder winterliche Kälte vorherrscht.

Ein wenig Mut gehört ebenfalls dazu: Fledermäuse – und davon gibt es tatsächlich einige – flattern uns mitunter dicht um die Ohren. Auch begegnen wir kleinen „Krabbeltieren“, die ausschließlich in völliger Dunkelheit leben und perfekt an diesen besonderen Lebensraum angepasst sind. Keine Sorge: Sie sind in der Regel scheuer als wir.

Wie bei allen anspruchsvolleren Touren gilt auch hier: Den Anweisungen der Tourenleitung ist unbedingt Folge zu leisten. Nur sie kennen sich in den Höhlensystemen wirklich aus und gewährleisten die Sicherheit der Gruppe. Wir bewegen uns hintereinander und halten dabei einen Sicherheitsabstand von etwa einem Meter ein.

Einige der Grotten sind noch „aktiv“. Das bedeutet, dass von den Stalaktiten – den von der Decke herabhängenden Tropfsteinen – weiterhin Wasser tropft. Entsprechend kann der Boden stellenweise feucht und rutschig sein. So beeindruckend die Tropfsteinformationen auch sind: Bitte lasst sie unberührt und brecht auf keinen Fall etwas ab. Diese Naturwunder sind über Jahrtausende entstanden – und sollen auch nachfolgenden Entdeckern in ihrer ganzen Schönheit erhalten bleiben.

Ein Abenteuer unter der Erde, das Staunen, Respekt und Teamgeist gleichermaßen fordert – und lange in Erinnerung bleibt.