Viele von euch sind ihn schon gegangen – unseren legendären „Berge-Tag“. Und alle wissen: Am Anfang denkt man sich kurz: Warum hab ich mir das nochmal angetan? 😄 Aber am Ende ist man einfach nur stolz!
Los geht’s morgens in Saint-Martin-d’Ardèche.

Nach dem Frühstück wird erstmal in Ruhe gepackt: genug zu essen, genug zu trinken – und ganz wichtig: Badezeug nicht vergessen! Dann rein in feste Schuhe, lockere Klamotten an, und auf geht’s.
Und ja… keine zehn Minuten später kommt der erste Härtetest. Es geht direkt steil bergauf Richtung Trignan. Da schnaufen dann schon die ersten und überlegen kurz, ob sie nicht lieber im Zelt geblieben wären 😉 Aber oben angekommen – unter schattigen Bäumen – lohnt sich jede Anstrengung. Die Aussicht ist einfach Wahnsinn: endlose Felder, das Rhônetal und ganz hinten der Mont Ventoux. Und während ihr euch erholt, gibt’s vom Betreuer noch eine Geschichte über diesen „komischen“ Berg. Klingt erst unspektakulär – ist es aber nicht!
Danach wird’s entspannter: lange bergab bis nach Saint-Marcel-d’Ardèche. Ein Dorf, in dem die Zeit irgendwie stehen geblieben ist. Am alten Waschhaus kann man sich wunderbar mit eiskaltem Wasser erfrischen – und natürlich gibt’s auch hier wieder eine Story.
Und dann: der Bouleplatz. Sieht erstmal normal aus… bis man genauer hinschaut. Die „alten Männer“ spielen irgendwie anders als wir – größere Kugeln, komische Bewegungen, seltsame Regeln. Ein Spiel aus einer anderen Zeit. Fast schon ein kleines Stück lebendige Geschichte.
Weiter geht’s zum alten Forsthaus. Und von dort startet der „Kräuterpfad“. Mitten durch die Garrigue – diesen wilden, dichten Buschwald der Provence. Überall duftet es nach Kräutern, und wer genau hinschaut, entdeckt Pflanzen, die man sonst nie bewusst wahrnimmt.
Und plötzlich steht man vor etwas richtig Altem: ein Hünengrab.

Und ein echter Hinkelstein – genau wie bei Obelix. Spätestens hier wird klar:
Das ist nicht einfach nur eine Wanderung.

Der Weg endet an der Grotte von Grotte de Saint-Marcel – und jetzt beginnt der richtig spannende Teil: der Einstieg in den Canyon. Unten wartet der kleine Platz „Camping le Grotte“ mit einem perfekten Sandstrand. Zeit für die beste Pause des Tages: Baden, entspannen, Energie tanken.

Aber fertig sind wir noch lange nicht! Etwa 90 Minuten Abenteuerweg liegen noch vor uns. Felsen, Hitze, Müdigkeit – jetzt zeigt sich, wer noch Reserven hat.

Und dann, ganz am Ende: hoch oben auf dem Felsen taucht Aiguèze auf. Dieses Gefühl kann man schwer beschreiben – man sieht das Ziel und weiß: Wir haben es gleich geschafft!
Die letzten Meter… und dann: geschafft!!!
Abholung, Erleichterung, Stolz.
Und ganz ehrlich: Genau für dieses Gefühl macht man das alles 💪
