Die perfekte Ausrüstung eines Zeltlagerteilnehmers


Die Ausrüstung des Einzelnen ist uns so wichtig, dass wir uns entschlossen haben, diesen Punkt in unserem kleinen "Reiseführer" ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Gerade Kinder und Jugendliche sind in der heutigen Zeit sehr modebewusst. Sehr oft sehen wir Schuhmodelle, bei denen man sich fragen muss, wie da noch ein sicheres Gehen möglich sein soll. In unserem Zeltlager können wir glücklicherweise auf solche modernen Galoschen verzichten. Wichtig sind für solche Unternehmungen nur gute Wanderschuhe oder wirklich feste und stabile Turnschuhe. Für den Aufenthalt im Sanitärbereich sollte man Gummischlappen tragen. Im Zeltlager selbst reichen leichte Baumwollschuhe wie Espandrilles. Mehr ist wirklich nicht notwendig. Hohe Schnürstiefel, die man sich bis zum Oberschenkel hochziehen kann, nehmen im Koffer nur viel Platz weg und sind im Zeltlager überhaupt nicht zu gebrauchen. Gleiches gilt auch für Schuhe, die einen aufgrund ihrer Sohle einen halben Meter größer machen.

Das Beinkleid, so wurde die Hose früher genannt, sollte auf gar keinen Fall aus Plastik sein. Locker leichte Hosen aus Baumwolle haben in der südlichen Sonne den größten Tragekomfort, egal ob kurz oder lang. Die amerikanische Arbeiterhose, die als Jeans bekannt wurde, hat sich in vielen Ferienfreizeiten bestens bewährt. Denkt daran, dass wir manchmal auf allen vieren durchs Unterholz kriechen müssen. Nehmt alte Sachen mit ins Lager. Wir machen keine Modenschau. Bei uns zählt der Mensch, und nicht das, was er anhat.

Die ideale Oberbekleidung ist das in den USA berühmt gewordene kurzärmelige Unterhemd, das T-Shirt. Falls es gegen Abend kühler werden sollte, trägt man am besten ein Hemd aus fester Baumwolle oder einen Pullover.

Die bisher erwähnten Kleidungsstücke sollten möglichst hell und ausreichend weit sein. Zu eng geschnittene Sachen hindern nur am Klettern.

Die Kopfbedeckung ist auch ein sehr wichtiges Ausrüstungsstück. Das Thermometer steigt nicht selten auf über 40 Grad im Schatten. Der Kopf muss vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt sein, da sonst ein Sonnenstich vorprogrammiert ist.

Ohrringe, Nasenringe und Bauchnabelringe (und auch alle anderen Ringe und Stecker, die die Schreiberlinge des Reiseführers noch nicht kennen), sollten zu Hause in der Schmucktruhe verwahrt werden. Auf Wanderungen in der Wildnis kann man diese Schmuckstücke leicht verlieren oder irgendwo hängen bleiben. Beides ist unangenehm.

Lasst die Armbanduhren zu Hause. Ihr habt Ferien. Morgens werdet ihr geweckt und abends ins Bett geschickt. Zu den Mahlzeiten wird traditionell Trompete geblasen und jede halbe Stunde schlägt irgendwo eine Kirchturmuhr. Für die, die ohne Zeitmesser nicht mehr leben können, hängt im Küchenzelt eine für alle gut sichtbare analoge Uhr. Dies setzt allerdings voraus, diese lesen zu können. Wir stellen fest, dass einige Kinder dies (noch) nicht gelernt haben.

Eure Handys solltet ihr unbedingt mitnehmen. So könnt ihr tolle Erinnerungsfotos machen oder auch Musik hören. 

Das war's auch schon. Klar ist, dass solche Sachen wie Handtücher, Unterwäsche, Zahnbürste und andere wichtige Sachen nicht vergessen werden dürfen. Ein Taschenmesser ist nicht nötig, aber in vielen Fällen sicher hilfreich. Brillenträgern wird geraten, eine Ersatzbrille mit ins Zeltlager zu nehmen.

   
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