Heute hieß es: früh aufstehen! Sehr früh! 😴 Denn eine unserer anspruchsvollsten Touren stand auf dem Programm – die Canyontour.
Wie ich euch bereits berichtet habe, haben unsere Teamer der ersten Hälfte – Jacky, Lena, Sina und Mike – die alte Tour wiederbelebt und per GPS getrackt. Damit war der Weg wieder auffindbar und heute konnten sich einige unserer fitten Kinder und Teamer an dieses Abenteuer wagen.
Mit dabei waren Joel, Elija, Volodymyr, Jaafar, Noemi und Kim, begleitet von Anne, Rzgin, Kacper und Anna-Lena.
Pünktlich um 6:00 Uhr wurden sie zum Ausgangspunkt nach Le Garn gefahren.
Und was für ein Start!

Schaut euch unbedingt das Foto vom Sonnenaufgang mit Blick auf den Mont Ventoux an. 🌅⛰️ Ein traumhafter Anblick! Da wäre ich wirklich gerne live dabei gewesen!
Ein Moment des Erinnerns
Beim Morgenappell um 9:00 Uhr wurde es dann ganz still.
Wir legten eine Schweigeminute ein.
Heute vor genau acht Jahren traf eine verheerende Hochwasserwelle unser Zeltlager. Unser gesamtes Lager wurde damals zerstört und unser Freund und Teamer Ralf verlor dabei sein Leben.
Wir denken heute ganz besonders an ihn und sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Angehörigen. 🤍
Zurück zur Canyontour
Von Le Garn aus startete die Wanderung. Der Weg führte über schmale Pfade immer weiter hinein in den Canyon. Die Gruppe motivierte sich mit Musik- auch wenn diese nicht allen gefiel …
Eigentlich wollten die Wanderer dem alten Forsthaus einen Besuch abstatten. Leider ließ sich dieses heute nicht finden. Aber ehrlich gesagt störte das am Ende niemanden wirklich. 😄 Denn der Weg selbst hatte schon genug Abenteuer zu bieten.
Unterwegs ging es am Köhlerplatz vorbei und an der ehemaligen Siechenstation Ruines de la Madeleine. Hier wurden vor mehreren Jahrhunderten Kranke, darunter auch viele Leprakranke, von den Templern versorgt und bis zu ihrem Tod gepflegt.

Danach ging es immer weiter hinunter in den Canyon – und schließlich zur Ardèche.
Nun wartete die nächste Herausforderung: die Überquerung des Flusses.
Diejenigen, die Schwimmschuhe dabeihatten, stellten sich direkt in die Ardèche. Mit einem Spanngurt, den der Trupp dabei hatte, konnten sich alle nach und nach ans andere Ufer hangeln.

Der Komoot-Track funktionierte dabei hervorragend. Nur manchmal entstanden auf dem Display etwas merkwürdige Bilder und die Wanderer waren sich nicht ganz sicher, ob sie gerade wirklich noch auf dem richtigen Weg waren. 😂

Anne ließ die Gruppe zwischendurch auch bewusst einmal ohne ihre Führung den weiteren Weg suchen. Die Wanderhinweise sollten dabei helfen.
Das Ergebnis war… sagen wir mal… ausbaufähig. 😄
Danach waren aber alle deutlich aufmerksamer. Nicht einfach nur hinterherdackeln war nun die Devise, sondern selbst mitdenken und Ausschau nach den richtigen Wegzeichen halten.
Und dann wurde geklettert, gekraxelt und durch Höhlen gekrochen. Der Canyon bot wieder jede Menge Möglichkeiten, sich auszuprobieren und die Natur hautnah zu erleben.

Am Camping Les Grottes, auch liebevoll Bärenstrand genannt, wurde schließlich eine wohlverdiente Pause eingelegt.
Eineinhalb Stunden Pause!
Einige nutzten die Zeit für ein Nickerchen, andere sprangen direkt ins Wasser und genossen eine ausgiebige Schwimmpause. 🌊😴
Danach hieß es: Weiter geht’s!
Die Mädels waren schneller wieder startklar und erklärten kurzerhand:
„Wir gehen schon mal mit Anna vor!“
Die Jungs sollten später folgen.
Doch dann packte die Mädels der Ehrgeiz. Sie wollten sich auf keinen Fall von den Jungs einholen lassen.
Das Ergebnis?
In unglaublichen 42 Minuten waren sie in Sauze!
Respekt, Mädels – das ist eine Mega-Zeit! 👏🔥
Zur Belohnung gab es von Anne natürlich ein Eis. 🍦

Von Sauze ging es weiter bis nach Saint-Martin-d’Ardèche. Am Ende standen sage und schreibe 20 Kilometer auf dem Tacho!
20 Kilometer! Das muss man erst einmal schaffen. 💪
Und auch Anne und Kacper waren noch nicht müde genug. Sie liefen sogar noch bis zum Campingplatz weiter. Damit kamen sie auf unglaubliche 26 Kilometer.
Und genau dafür machen wir unser Zeltlager ❤️
Anne erzählte mir später eine Geschichte, die mich besonders gefreut hat.
Noemi läuft zu Hause keinen Meter freiwillig.
Aber hier im Canyon war sie so begeistert, dass sie am liebsten sofort noch weitere solcher Touren machen möchte.
Genau DAS wollen wir erreichen!
Kinder sollen erleben, dass Bewegung Spaß macht, Abenteuer bedeutet und man Dinge schaffen kann, von denen man vorher vielleicht gar nicht gedacht hat, dass man sie schafft. ❤️
Strandtag für die Daheimgebliebenen
Wer heute nicht mit auf der großen Tour war, ging gemeinsam mit Tana, Laura und Aaron zu einem anderen Strandabschnitt von Saint-Martin.
Dort war heute ganz klar das Motto:
Chillen, schwimmen und einfach den Tag genießen. ☀️🌊
Es wurde ausgiebig im Wasser geplanscht und die kleinen Klippen wurden natürlich ebenfalls getestet. Am Ende sprang wirklich jeder ins Wasser.
Auf dem Rückweg bekam die Gruppe sogar noch tierische Begleitung. 🦋 Ein Schmetterling flog mit und ließ sich anschließend sogar im Bus nieder – ein kleiner blinder Passagier auf dem Weg zurück zum Campingplatz. 😊
Dort wartete bereits die nächste Überraschung:
frisch gebackene Waffeln von Mac! 🧇

Die Meute stürzte sich förmlich darauf. Welch ein Gaumenschmaus!

Zum Abendessen gab es heute Gyros mit Reis, Tzatziki und Krautsalat.
Da wäre ich wirklich gerne dabei gewesen! 😋 Ich kann euch sagen: Das soll richtig lecker gewesen sein.
Und nun höre ich schon wieder Gerüchte aus dem Lager…
Heute soll es tatsächlich eine Pool-Party geben! 🏊♀️🎶
Ob das diesmal wirklich stimmt?
Die gestrige Disco-Ankündigung hat sich ja leider als Fehlinformation herausgestellt. 😂
Ich bleibe dran und schaue mal, ob ich noch Informationen aus dem Lager bekomme.
Bonne nuit aus Saint-Just! 🌙🇫🇷❤️

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